Archiv für Oktober, 2011

Wie komme ich an IPO Aktien?

Frage von Kenji Kin: Wie komme ich an IPO Aktien?
Bei welchem Bank oder Trader muss ich sein, um an meisten IPO’s zu kommen. Also aktien von Firmen wie Goole gleich nach dem zu kaufen, als die notiert werden?

// danke voraus für den Antwort

Beste Antwort:

Answer by Shine00
“meinst Du die IPO BOARD.NET AG WKN: 565135?
na dann haste Dir aber ne schöne Aktie ausgesucht!
Wird ja nur in Berlin und Wien gehandelt und da auch keine Umsätze!
Da wird es wahrscheinlich nicht viele Broker geben, die sie anbieten!
Also bei der Citibank kannst du sie ordern!”

IPO-Grundlagen

Die neu-deutsche Kurzformel IPO stammt – wie sollte es anders sein – aus dem Englischen und steht für “Initial Public Offering”, was so viel bedeutet wie “erstmaliges öffentliches Angebot”. Das “Angebot” bezieht sich auf Aktien eines Unternehmens, das zum ersten mal einer breiten Öffentlichkeit die Gelegenheit gibt sich an der Gesellschaft zu beteiligen. Damit verbunden ist in der Regel die Ausgabe (Emission) neuer Unternehmensanteile, die mittels einer Kapitalerhöhung geschaffen werden – weswegen sich im deutschen Sprachgebrauch der Begriff “Neuemission” durchgesetzt hat.

Aus Sicht des Unternehmens gibt es eine Vielzahl möglicher Gründe für eine solche Kapitalerhöhung und die damit verbundene Platzierung von Aktien. Im Kern geht es darum, frisches Kapital für die Umsetzung unternehmerischer Ziele zu gewinnen. Denkbar sind die Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, der Aufbau eines Vertriebsapparates, die Eröffnung neuer Zweigstellen im In- und Ausland oder geplante Übernahmen. Möglich ist aber auch, dass eine Gesellschaft mit dem zufließenden Kapital schlicht seine Schulden bezahlen will oder neue, bislang noch gar nicht existierende Geschäftsbereiche aufbauen will. So oder so handelt es sich um eine der möglichen Finanzierungsformen des Unternehmens und nicht selten geht es dabei um die Finanzierung von aussichtsreichen aber riskanten Plänen, für die keine Bank einen Kredit geben will. Dessen muss sich der Anleger, der eine neue Aktie zeichnet, stets bewusst sein.

Transparenz und Liquidität

In den meisten Fällen folgt auf die Emission die Einführung der Aktien in den Börsenhandel. Das ist allerdings nicht zwingend. Im Zuge der allgemeinen IPO-Euphorie melden sich auch häufig kleine Unternehmen zu Wort, die ihre Anteile an das breite Publikum verkaufen wollen, aber nicht unmittelbar eine Börseneinführung planen. In diesen Fällen spricht man von vorbörslichen Platzierungen oder Pre-Ipos. Nicht selten wird dabei mit besonders hohen Gewinnchancen geworben, die einsetzen sollen, wenn zu einem späteren Zeitpunkt die Einführung in den Börsenhandel erfolgt. Dies mag in manchen Fällen zutreffen, trotzdem sollte der unkundige private Anleger solche Emissionen meiden, da sie mit erhöhten Risiken verbunden sind. Diese zusätzlichen Risiken lassen sich grob in die zwei Kategorien “fehlende Transparenz” und “fehlende Liquidität” zusammenfassen:

* Da es keine offizielle Börsennotierung gibt, können die Aktien nur über spezialisierte Telefonhändler ge- und verkauft werden. Wer seine Aktien verkaufen will, muss also damit rechnen, dass es bisweilen Tage oder auch Wochen dauern kann, bis er einen Käufer findet, der ihm die Anteile abnimmt. Theoretisch ist dies auch bei börsennotierten Werten denkbar, kommt aber in der Praxis gerade bei neuen Börsenunternehmen nur in seltensten Fällen vor.

* Noch gravierender ist der Aspekt der Transparenz. Gesellschaften, die nicht an der Börse notiert sind, unterliegen folglich auch nicht den Regularien der Börse. Das heißt beispielsweise, dass sie keine Zwischenergebnisse bekannt geben müssen, an denen der Anleger frühzeitig erkennt, ob das Unternehmen seine Ziele erreichen kann oder nicht. Hinzu kommt, dass es in den seltensten Fällen eine kritische, unabhängige Prüfung durch Dritte gibt, da sich in der Regel weder Bankanalysten noch Presse mit diesen Unternehmen beschäftigen.

Zum Teil gelten die vorgenannten Risiken auch für Unternehmen, die eine Börsennotierung im sogenannten “Freiverkehr” aufnehmen. Auch hier liegen die Anforderungen an Transparenz und Liquidität weit unter denen anderer Segmente.

Zeichnung und Bookbuilding

Die Frankfurter Wachstumsbörse und die Vielzahl der dort durchgeführten Ipos bilden allerdings auch die Grundlage für das gewachsene Interesse an Neuemissionen. Zurückzuführen ist dies auf die häufig zu beobachtenden Kurssprünge der Newcomer im Anschluss an die Börseneinführung. Dies verhilft denen, die bei der Emission gezeichnet haben nämlich oftmals (aber bei weitem nicht immer !!!) binnen wenigen Stunden oder Tagen zu imposanten Kursgewinnen.

Als “Zeichnung” wird der Kauf der neuen Aktien unmittelbar vor der Einführung in den Handel bezeichnet. In der Regel werden über mehrere Tage die Zeichnungsaufträge gesammelt, wobei geprüft wird, welchen Preis die Anleger zu zahlen bereit sind. Das am häufigsten verwandte Verfahren zur Ermittlung des Ausgabe- oder Emissionspreises ist das “Bookbuilding”. Hierbei geben die Banken, die das jeweilige Unternehmen an die Börse führen (“Konsortialbanken”) eine Preisspanne vor, innerhalb der Zeichnungsaufträge akzeptiert werden. Je nach Nachfrage wird dann der Preis ermittelt und den Anlegern werden entsprechend ihrer Order Aktien zugeteilt.

Da das Kontingent der zum Verkauf stehenden Aktien beschränkt ist, werden die Stücke bei hoher Nachfrage verlost oder aber nach einem “First-Come-First-Serve”-Prinzip (frei übersetzt: “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst”). In einigen wenigen Fällen behalten sich die Unternehmen und ihre Konsortialbanken auch vor einen Preis oberhalb der zuvor genannten Bookbuilding-Preisspanne festzusetzen, weswegen es ratsam ist auch bei Zeichnungsaufträgen ein Limit abzugeben, bis zu welchem Preis maximal gekauft werden soll. Damit werden unliebsame Überraschungen vermieden.

Eine Alternative zum Bookbuilding-Verfahren ist das Festpreis-Prinzip. Hierbei wird von vornherein ein Ausgabepreis festgesetzt den der Anleger akzeptieren kann oder eben nicht. Das Festpreisverfahren wird vor allem bei Emissionen im Freiverkehr gerne genutzt. Andere Verteilungsformen, wie etwa die “Versteigerung” von Anteilen gegen Höchstgebot haben sich in der Praxis bislang nicht bewährt und sind deshalb höchst selten zu beobachten.

Einführung in den Börsenhandel

Auf die Zeichnungsphase und die Zuteilung folgt die Einführung in den Börsenhandel und damit die Stunde der Wahrheit. Erst jetzt zeigt sich nämlich, ob die jeweilige Aktie auch am Markt gut ankommt und ob der Zeichner zu beneiden oder zu bedauern ist. Wer sich im Vorfeld ausreichend mit dem Unternehmen beschäftigt hat und an die langfristige Strategie glaubt, kann die ersten oft turbulenten Tage getrost vergessen. Wer indes auf kurzfristige Zeichnungsgewinne spekuliert, der ist jetzt gefordert. In der Regel zeigt sich sehr schnell, ob eine Aktie steigt oder nicht. Je nach persönlicher Neigung kann der Anleger jetzt Gewinne ganz oder teilweise mitnehmen oder aber – im Falle eines Absackens des Kurses – die Reißleine ziehen und wieder aussteigen.

Eine Indikation für den zu erwartenden Kursverlauf der ersten Tage liefern die im “Telefonhandel per Erscheinen” von Maklern ermittelten Kurse. Diese organisieren schon während der laufenden Zeichnung einen Handel mit den neuen Aktien, wobei die Stücke erst dann ausgeliefert werden, wenn sie tatsächlich an der Börse verfügbar sind. Daher der Zusatz “per Erscheinen”. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Hohe Kurse im Telefonhandel deuten zwar auf Zeichnungsgewinne hin, eine Garantie liefern aber auch diese nicht. Das betrifft insbesondere das Ausmaß der erhofften Zugewinne. In vielen Fällen pendelt sich der erste Börsenkurs auch bei erfolgreichen Emissionen zwischen den hohen Telefonhandelskursen und dem angesetzten Ausgabepreis ein.

Für alle anderen die gerne gezeichnet hätten, aber keine Zuteilung bekommen haben, empfiehlt sich an den ersten Tagen Zurückhaltung. Wer am ersten Börsentag kauft gehört nicht selten zu den Verlierern, da der Aktienkurs nach der ersten Begeisterung häufig wieder deutlich zurückfällt, bevor er sein “normales” Börsenleben beginnt.

Was denken Sie? Antworten Sie jetzt!


Google+

X-press Trends KW 16: Früher Vogel fängt den Kurs

Einige der jüngsten Börsengänge sind gut gelaufen und zeigen: Ein anstehendes Erstangebot von Aktien kann interessante Investitionsmöglichkeiten bieten. Und gerade wenn das Unternehmen langfristig eine gute Entwicklung hinlegt, könnte sich ein früher Einstieg lohnen. Nun bieten sich wieder einige Möglichkeiten, um an der Entwicklung von Börsenneulingen teilzuhaben. Etwa bei der hessischen Norma Group. Das Unternehmen ist einer der führenden Anbieter in der Verbindungstechnik und brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von etwa 490 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von fast 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am 8. April 2011 ist die Norma Group an die Börse gegangen. Der Börsengang hat zu einer Bruttoemissionssumme von 147 Millionen Euro geführt. Auch die GSW Immobilien hat diesen Weg eingeschlagen. Zusammen brachten es die Aktien bei ihrer Erstnotiz am 15. April auf 468 Millionen Euro. Der Börsengang ist damit der bisher größte in diesem Jahr. Weitere Unternehmen wollen bald folgen, etwa die Siemens-Tochter Osram. Bei db-X markets gibt es auf GSW Immobilien Diskont-Zertifikate und WAVEs XXL Calls, auf die Norma Group auch Call-Optionsscheine. Anlegern, die zwar an der Kursentwicklung teilhaben möchten, sich dabei aber nicht auf nur ein Unternehmen fokussieren wollen, bietet der Solactive-IPO-Deutschland-Index eine Alternative. Er bildet die Kursentwicklung der zehn jüngsten Börsen-Neuzugänge ab. db-X markets bietet darauf das Solactive IPO Deutschland Index
Video Bewertung: 0 / 5


Google+

Holzschneider, Susanna: Valuation and Underpricing of Initial Public Offerings

Evidence from Germany in Different Market Cycles

Preis: 58.00 EUR

Holzschneider, Susanna: Valuation and Underpricing of Initial Public Offerings kaufen bei Libri.de – Bücher

Kategorie: Bücher > Wissenschaft > Wirtschaftswissenschaft

Artikelnummer: 14625986
Keywords: AKTIEN ,IPO ,INITIAL PUBLIC OFFERINGS ,INVESTORS ,MARKET CYCLES ,SHAREHOLDERS ,UNDERPRICING ,VALUATION ,DEUTSCHLAND WIRTSCHAFT ,FINANZMARKT
EAN: 9783896735836


Google+

GSW: Schwieriges Börsendebüt

Zum Wochenausklang hat die Berliner Wohnungsgesellschaft GSW den Sprung an die Börse geschafft. Ein Kraftakt, schließlich war es schon der zweite Versuch. Wie kommt die Aktie bei den Börsianern an? Und was beschäftigt die Börsianer zum Wochenausklang? Aktuelle Informationen vom Parkett von Cornelia Frey.
Video Bewertung: 0 / 5

Official Website of www.revolution-os.com IMDB: www.imdb.com Wikiepdia: Der Film führt einen nahtlosen geschichtlichen Bogen über die Evolution von GNU/Linux, von den Anfängen — als Software auf Papierbändern zum Preis eines Biers kopiert wurde und Bill Gates in den 70ern anfing, proprietäre Programme in BASIC für von Computerhobbyisten verwendete Kleinstcomputer zu schreiben und diese in einem bitterlichen Brief aufforderte, Software zu kaufen statt zu tauschen — bis zu Richard Stallman und einer Beschreibung dessen, was ihn motivierte, seine Stelle am MIT aufzugeben und sein Leben fortan der Entwicklung Freier Software zu widmen. Michael Tiemann erklärt in der Wüste, wie er von Stallman eine sehr frühe Version von dessen GNU C-Compiler bekam, und ihn weiterentwickelte. Larry Augustin beschreibt am Originalschauplatz, einem amerikanischen Universitätscampus, wie er sich mit dem von Stallman gegründeten GNU-Projekt und einem normalen Personal Computer eine leistungsfähige UNIX-Workstation bauen konnte, die ihn ein Drittel des Preises einer Workstation von Sun Microsystems kostete, aber das Doppelte leistete, und wie daraus die Firma VA Linux wurde, deren Börsengang im Film ebenfalls lebhaft mitverfolgt wird.


Google+